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Um 1800 versetzten berühmt-berüchtigte
Räuberbanden wie die des „Schwarzen Vere“ oder des „Schleiferstoni“
die süddeutsche Bevölkerung in Angst und Schrecken. Wegen
ihrer gesetzlosen und scheinbar unabhängigen Lebensweise
riefen diese Räuberbanden aber insgeheim auch Bewunderung
hervor.
In der Sonderausstellung entführen wir Sie in das
"Spitzbubenland", wie das süddeutsche Gebiet in der
Gaunersprache auch genannt wurde. Sie erhalten Einblicke in
die Zeit vom 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts, der
„Hoch-Zeit“ der Räuberbanden. Wir beschreiben soziale und territoriale Vorausset-
zungen für das Entstehen von Räuberbanden, die Gaunersprache
und Kleidung der Räuber, die Rolle der Frauen in den Banden.
Außerdem zeigen wir originale Waffen, darunter ein Gewehr,
dass angeblich dem als "Hannikel" bekannten Räuber gehörte.
Anschaulich wird der „Räuberalltag“ im Wald, im Lager und in den Wirtshäusern
im "Räuberwäldle", einer Inszenierung in der Ausstellung.
Vorbei an einer ausgeraubten Kutsche passieren Sie das
Wäldle, begleitet von Geräuschen, wie man sie wohl auch bei
einem Überfall hätte hören können. Im Wäldle wurde ein
Räuberlager und ein Wirtshaus nachgestellt. Informationen
dazu vermitteln Hörstationen.
Die Sonderausstellung wird vom 29. März bis 8. November
2009 im Gebäude "Hof Reisch" gezeigt. Die
Konzeption und Gestaltung der Ausstellung erfolgte durch das
Ausstellungsbüro IKU Mück & Beitler aus Tübingen (www.mueck-beitler.de).
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