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Sonderausstellung 2009

"Im Spitzbubenland - Räuberbanden um 1800 in Schwaben"
 

 

Um 1800 versetzten berühmt-berüchtigte Räuberbanden wie die des „Schwarzen Vere“ oder des „Schleiferstoni“ die süddeutsche Bevölkerung in Angst und Schrecken. Wegen ihrer gesetzlosen und scheinbar unabhängigen Lebensweise riefen diese Räuberbanden aber insgeheim auch Bewunderung hervor.

In der Sonderausstellung entführen wir Sie in das "Spitzbubenland", wie das süddeutsche Gebiet in der Gaunersprache auch genannt wurde. Sie erhalten Einblicke in die Zeit vom 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts, der „Hoch-Zeit“ der Räuberbanden. Wir beschreiben soziale und territoriale Vorausset-
zungen für das Entstehen von Räuberbanden, die Gaunersprache und Kleidung der Räuber, die Rolle der Frauen in den Banden. Außerdem zeigen wir originale Waffen, darunter ein Gewehr, dass angeblich dem als "Hannikel" bekannten Räuber gehörte.

Anschaulich wird der „Räuberalltag“ im Wald, im Lager und in den Wirtshäusern im "Räuberwäldle", einer Inszenierung in der Ausstellung. Vorbei an einer ausgeraubten Kutsche passieren Sie das Wäldle, begleitet von Geräuschen, wie man sie wohl auch bei einem Überfall hätte hören können. Im Wäldle wurde ein Räuberlager und ein Wirtshaus nachgestellt. Informationen dazu vermitteln Hörstationen. 

Die Sonderausstellung wird vom 29. März bis 8. November 2009 im Gebäude "Hof Reisch" gezeigt. Die Konzeption und Gestaltung der Ausstellung erfolgte durch das Ausstellungsbüro IKU Mück & Beitler aus Tübingen (www.mueck-beitler.de).

 

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