29 Haus Füssinger aus Siebratsreute, 1705

Rheintalhaus in Blockbauweise mit Branntweinbrennerei, Mosterei und Schweinestall

Hausgeschichte:

Das Haus Füssinger wurde im Jahr 1705 erbaut. Es war das Wohnhaus eines Gehöfts in Sieberatsreute (Gemeinde Waldburg). Die Hofstelle, auf der das Gebäude errichtet wurde, war das größte Anwesen in Sieberatsreute. Es umfasste 40 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Neben dem Hauptgebäude gehörten schon im 18. Jahrhundert ein Stadel, ein Backhaus und ein Wagenschopf zur Hofanlage. Im Keller des Wohnhauses waren eine Branntweinbrennerei, eine Mosterei und der Schweinestall untergebracht. Im Haus befand sich außerdem die Kammer des Altbauern, ein Ausgedingehaus erübrigte sich deshalb auf diesem Hof.

Das Wohnhaus wurde in Blockbauweise errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr es immer wieder bauliche Veränderungen. Bis 1979 wurde es bewohnt, dann sollte es einem neuen Wohngebäude weichen. Das historische Denkmal wurde daher dem Museum als Schenkung überlassen.

1981 wurde es als Museumsgebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Darstellung der Innenräume orientiert sich an der Wohn- und Arbeitssituation einer bäuerlichen Familie um 1850.

Tipp:

An verschiedenen Veranstaltungstagen, zum Beispiel dem Apfel- und Kartoffeltag, ist die Museumsbrennerei in Betrieb.