14/18 - Erinnerung an einen Weltkrieg

Sonderausstellung: Der Erste Weltkrieg aus dem Blickwinkel der Region

Der Erste Weltkrieg

2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Der erste globale Konflikt des Industriezeitalters kostete nicht nur ca. 10 Millionen Soldaten das Leben und 19 Millionen Verstümmelten und Verwundeten ihre Gesundheit und Unversehrtheit. Die soziale und politische Ordnung der am Krieg beteiligten Staaten wurde grundlegend erschüttert.

60 Millionen Soldaten aus fünf Kontinenten kämpften während der Jahre 1914 bis 1918 auf den unterschiedlichen Kriegsschauplätzen. Sie gerieten in eine durch U-Boote und Flugzeuge, Maschinengewehre und Giftgas hoch technisierte gigantische Tötungsmaschinerie: Die mörderischen Schlachten im Stellungskrieg der Westfront kosteten täglich bis zu 60.000 Soldaten das Leben, ohne eine militärische Entscheidung herbeizuführen.

Die Hoffnungen auf einen „kurzen Krieg“ sollten sich nicht erfüllen, vielmehr entwickelte sich an allen Fronten eine gigantische Materialschlacht der Millionenheere. Im ersten vollindustrialisierten „Volkskrieg“, der ganz Europa und viele Länder außerhalb des Kontinents erfasste, wurden ganze Nationen und Volkswirtschaften für den Krieg mobilisiert, alle Teile der Gesellschaft in die Kriegsanstrengung eingebunden. Kaum ein Bereich des Lebens blieb unberührt.

Unsere Sonderausstellung

Die Ausstellung im Bauernhaus-Museum zeigt den Ersten Weltkrieg unter einem weitgehend regionalgeschichtlichen Fokus und wirft ganz unterschiedliche Schlaglichter auf die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Wie erlebten einzelne Soldaten an der Front und ihre Angehörigen in der Heimat den Krieg? Was waren seine konkreten ökonomischen, politischen und sozialen Auswirkungen auf den Alltag?

Wie wurden der Konflikt und seine Folgen für die Menschen in der Region spürbar? Welche Folgen hatten die Kriegswirtschaft auf die „Heimatfront“ insbesondere die Landwirtschaft der Region? Auch die Folgen des Konflikts nach seinem Ende 1918 und die Erinnerungskultur an den Ersten Weltkrieg werden in der Ausstellung thematisiert.

Die Ausstellung im Gebäude „Hof Reisch“ zeichnet auf diese Weise anhand zahlreicher Originaldokumente und Exponate ein anschauliches Bild des Ersten Weltkriegs in Oberschwaben und dem westlichen Allgäu.

Laufzeit: voraussichtlich bis 12/2018

Führung für Schulklassen (ab 9. Klasse):
14/18 - Erinnerung an einen Weltkrieg

Führung für Erwachsene:
14/18 - Erinnerung an einen Weltkrieg