Geliebte Gabi. Ein Mädchen aus dem Allgäu, ermordet in Auschwitz.

Die Wanderausstellung „Geliebte Gabi. Ein Mädchen aus dem Allgäu – ermordet in Auschwitz“ stellt ein kleines Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns in den Mittelpunkt: Ein katholisch getauftes und erzogenes Mädchen, das nur fünf Jahre alt werden durfte, weil seine Mutter Jüdin war. Gabi ist viel fotografiert worden. Aus den kleinformatigen Fotos von einst sind großformatige Drucke geworden, die dem Besucher Gabis glückliche Tage auf dem Bauernhof seiner Pflegeeltern im Allgäu lebhaft vor Augen führen. Die Schattenseiten thematisiert die Ausstellung auf den Rückseiten der schönen Fotos: die verzweifelten Versuche von Gabis Mutter, sich und ihre Tochter aus Deutschland zu retten und die zunehmende Verfolgung der Juden durch die Machthaber bis zum massenhaften Mord. Es sind Spiel- und Anziehsachen von Gabi zu sehen, Zeitzeugen erzählen in einer Videostation von ihrer „geliebten Gabi“. Die Ausstellung schließt mit den Worten: „Gabi lebt solange wir uns an sie erinnern.“ Möglich wurde die Wanderausstellung durch eine Förderung des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Programms „LandKULTUR“ sowie eines Zuschusses der Bezirk Schwaben Stiftung für Kultur und Bildung.

Dauer der Ausstellung: 30.05. - 30.08.2020