Heimatkundevorträge

Gemeinsame Vortragsreihe des Fördervereins und der Gemeinde Wolfegg zum Saisonbeginn

Jeweils zu Beginn einer Museumssaison veranstaltet der Förderverein des Bauernhaus-Museums gemeinsam mit der Gemeinde Wolfegg eine Vortragsreihe. Unter dem Titel „Heimatkunde, wie sie nicht im Schulbuch steht" sind Referenten verschiedener Fachgebiete eingeladen. Die Vortragenden vermitteln den Besuchern genau „ihr" Thema, indem sie jeweils ihre ganz eigene Expertise erlangt haben.

 

Termine 2018:

Donnerstag, 5. April 2018, 19 Uhr
Der tägliche Wetterbericht am Himmel - eine informativ-unterhaltsame, vergnüglich-heitere Reise durch die oberschwäbische Wetterwelt
Referent: Roland Roth

Der Vortrag des kundigen Wetterforschers vermittelt anhand von Wolkenbildern auf unterhaltsame Art und Weise Wissenswertes zum Thema Wetterbeobachtung und Wettervorhersage. Roland Roth gibt Tipps zur Wetterbeobachtung und er beschreibt auch die möglichen Auswirkungen der Witterung auf unser Wohlbefinden mit Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit.

Donnerstag, 12. April 2018, 19 Uhr
Zu Gast bei den Fürsten zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee –
Schloss Wolfegg als Ort der Festkultur
Referent: Dr. Bernd Mayer

Dank weitläufiger verwandtschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Verbindungen waren Schlösser schon allein wegen ihrer Größe von jeher ideale Örtlichkeiten zum Feiern. Man traf sich zu freudigen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen, Taufen, Konzerten und Vorträgen aber auch zu traurigen wie Beerdigungen oder Gedenkfeiern. In seinem Vortrag wirft der Referent manchen Blick hinter die Kulissen, stellt mit Fotos aus dem Archiv des Wolfegger Schlosses illustre Besucher und vornehme Gäste vor und lässt rauschende Feste lebendig werden.

Donnerstag, 19. April 2018, 19 Uhr
Breedla, bruddla, Breschtlingsgsälz - Anmerkungen zu Tiefen und Tücken des Dialekts
Referent: Rolf Waldvogel

Der Dialekt ist überall in der Defensive – umso mehr lohnt sich das Nachdenken über ihn. Rolf Waldvogel, früherer Kulturchef der „Schwäbischen Zeitung", hat sich immer wieder einmal mit der hiesigen Mundart auseinandergesetzt. Aus seiner beliebten Serie „Sprachplaudereien", die er auch im Ruhestand noch für sein altes Blatt schreibt, wird er an diesem Abend einige einschlägige Texte lesen und daraus Fragen ableiten: Warum ist die Schreibweise von Dialekt so problematisch? Wie ist es um seinen Stellenwert in der Gesellschaft bestellt? Welche Gefahren drohen ihm? Und worin liegt sein ganz besonderer Charme?

Donnerstag, 26. April 2018, 19 Uhr
Erzählte Geschichte - Erfahrungen mit der Methode der „Oral History" in Oberschwaben und im Allgäu
Referent: Dr. Maximilian Eiden
Das Thema Migration führt das Museumsteam zur Zeit und noch bis zum Jahr 2020 ganz nah an die Gegenwart heran. Für solche zeitgeschichtlichen Forschungen stehen neben anderen Quellen und manchmal sogar als einzige Quellen die mündlichen Erzählungen von Menschen zur Verfügung. Mit vielen Beispielen aus der Arbeit an der aktuellen Sonderausstellung „Zwischen zwei Welten. Gastarbeiter auf dem Land" und anderen Projekten erläutert Kulturbetriebsleiter Dr. Maximilian Eiden, welch unschätzbaren Quellenwert mündliche biografische Zeugnisse von Gewährspersonen haben – und wie schwierig es ist, sie methodisch sauber zu führen, zu erfassen und auszuwerten. Mündliche Zeugnisse können den Austausch zwischen Museum und Publikum beflügeln, sie begeistern in Ausstellungen, sie regen das Gespräch zwischen den Generationen an. Im Prinzip, so der Referent, kann fast jeder ältere Mensch ein einzigartiges Lebenszeugnis an kommende Generationen weitergeben – wenn man ihm denn zuhört.

 

Gut zu wissen:
  • Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr in der „Zehntscheuer Gessenried“ in Wolfegg statt.
  • Der Eintritt beträgt jeweils 4 €, für Schüler und Studenten 2 €.
  • Teilnahme ohne Voranmeldung